Video

Was sind Daten

Hallo Kameraden,

im heutigen Video möchte ich den Techniklaien einmal erklären, was sind Daten eigentlich, wie entstehen sie und was muss man tun, um sie wieder loszuwerden.

Was sind Daten?

Gehen wir auf die erste Frage ein. Im Prinzip sind rein physisch gesehen Daten genau das was ihr in diesem Video über dem Bildschirm huschen seht – nur eben visualisiert –: Nullen und Einsen. Diese entstehen dadurch, dass an einem Pin am Prozessor ein Signal anliegt, 1; oder nicht, 0. Diese Zustände sind abfragbar. Jedoch ist diese Ebene eher für Leute interessant, welche sich für Mikrocontroller und digitale Messtechnik interessieren.

In Computern und Servern jedoch enthalten Daten je so viele Nullen und Einsen, dass selbst wir Technikaffinen mit ihnen nicht arbeiten können. Desto mehr Nullen und Einsen, desto mehr Informationen beinhaltet ein Datum. Moderne Datenbanksysteme geben uns die Möglichkeit nicht nur diese Daten zu speichern, sondern auch zu sortieren, auszuwerten sowie für den Menschen interpretierbar zu machen.

Und wie der »Big Data«-Trend schon aussagt, schießen heute extrem viele Daten mit hoher Geschwindigkeit um die Welt. Was uns zur nächsten Frage führt.

Wie entstehen diese Daten?

Da die meisten von euch mit sozialen Medien vertraut sind, werde ich es anhand ihrer Funktionalität erläutern. Sobald ihr euch registriert, taucht in der Datenbank ein Datensatz mit eurem gewählten Pseudonym sowie eurer E-Mail-Adresse und eurem – hoffentlich – verschlüsselten Passwort auf.

Wenn ihr nun in diesem Netzwerk am Surfen seit, sucht ihr nach Seiten und Profilen die euch gefallen. Wurden diese gefunden, so drückt ihr im Falle von Facebook den »Like Button«. Genau in diesem Moment erzeugt ihr wieder Daten, welche in der Datenbank zu eurem Datensatz hinzugefügt werden. Die gemochten Seiten werden aus der Datenbank abgefragt, wenn der eigene »Feed« geöffnet oder aktualisiert wird. Daraufhin werden euch die aktuellsten Beiträge der gemochten Seiten angezeigt.

Ich hoffe diese kleine Analogie aus dem Alltag vieler zeigt, wie Daten entstehen können. Natürlich werden noch weit mehr Daten gespeichert und ausgewertet. Und in der politischen Debatte geht es darum, wie Unternehmen und Staaten mit den Daten ihrer Nutzer und Bürger umzugehen oder auch nicht umzugehen haben.

Facebook und auch Google nutzen diese Daten, um Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, zielgerichtet Werbung an ihre Zielgruppe zu schalten. Dass es nicht nur dabei bleibt, zeigt die Vergangenheit: siehe den Fall Cambridge Analytica.

Deswegen stehen gerade Datenanalyseunternehmen auch immer wieder in der öffentlichen Kritik. Außerdem bergen riesige Datenbanken auch ein gewaltiges Risiko im Falle eines Hackerangriffs: sie sind das Nummer-Eins-Ziel. Daten sind das neue Gold oder Öl.

Die politische Frage

Das heutige Problem in der politischen Frage finde ich nicht leicht zu beantworten, da hier eine echte Misere vorliegt und lediglich halbherzige Lösungen umgesetzt werden. Sowieso ist es keine Frage, dass Deutschland im puncto Digitalisierung anderen Staaten, wie etwa den skandinavischen, hinterherhinkt. Wobei das Zu-Progressiv-Sein einigen Staaten schon das Genick brach: so z.B. Estland, als es 2007 russischen Hackern gelang, das Land komplett lahmzulegen. Dies deutete auf eine mangelnde Sicherheitsstruktur hin.

Der Idealfall, ist ein bedachtes Vorgehen, sowie eine angemessene Reaktion auf außen eindringende Faktoren, wie ausländische Unternehmen, welchen den deutschen Markt als lukrativ einstufen. Die Reaktion des deutschen Staates in der Realität: Man habe sich den Faktoren zu unterwerfen. So zumindest die Legislative. Jedoch weisen Juristen, wie Christian Solmecke auf YouTube, darauf hin, dass WhatsApp offiziell als illegal eingestuft ist!

Für die von euch, welche regelmäßig Medien, wie Netzpolitik oder Heise lesen, werden selten Positives zu berichten haben. Symptombekämpfung, Flickerei und »nach mir die Sintflut«. Mit anderen Worten, man ist im Bereich des Digitalen restlos überfordert und der jüngste Streich auf EU-Ebene sorgte für Massenproteste auf Straßen im gesamten EU-Gebiet. Ich denke, ihr wisst wovon ich rede.

Was machten die EU-Bonzen: Anstatt vielleicht mal auf Menschen zu hören, die affiner mit modernen Medien sind als sie, sprechen sie ihnen ab, überhaupt etwas von Politik, geschweige denn offensichtlich den eigenen Willen zu verstehen.

Dies könnte ich endlos weiter spinnen. Dies würde jedoch den Rahmen des Beitrages sprengen. Ich hoffe ich konnte auch hier den nicht technisch Versierten abholen.

Und wie wird man Daten wieder los?

Im Internet ist dies ein Dingen der Unmöglichkeit. Jedoch bei den Daten auf der eigenen Festplatte nicht. Diese sind problemlos verschlüsselbar und auch für immer löschbar, wenn man weiß, wie es geht.

  1. Physische Vernichtung: Die Festplatte wird bei diesem Prozess physisch fast unlesbar gemacht. Z.B. durch Zerstörung der Kontakte auf der Rückseite oder das Durchbohren der Magnetscheiben. Dies schreckt bereits die ersten ab, da eine Datenwiederherstellung sehr teuer wird und Zeit kostet. Außerdem ist das Gehäuse aufschraubbar. Dies ermöglicht zudem das Zerkratzen der Metallscheiben innen, wie auch das Zerschlagen mit dem Hammer, welches noch mit einem Säurebad zur beinahen Perfektion gebracht werden kann.
  2. Überschreibung: Wie bereits erläutert sind Daten Nullen und Einsen. Diese lassen sich sowohl mit Nullen, als auch Zufallszahlen überschreiben. Das Werkzeug meiner Wahl hier heißt Disk Dump und ist in allen unix- und linuxartigen Systemen standardmäßig installiert.

Am besten kombiniert man beide, um ganz sicher zu gehen. Dieser Aufwand ist jedoch nur bei HDD-Festplatten für die paranoiden notwendig. Bei den SSDs sollte eine Überschreibung mit Nullen oder ein physischer Schaden genügen. Dieses Medium wurde nicht geschaffen, um Daten langfristig zu speichern.

Ich hoffe, ich konnte euch mehr für diese Thematik sensibilisieren. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.

Euer PretoX


Quellen

  1. Cyberkrieg – Angriff aus dem Netz: https://youtu.be/gWKjVXO69Xk?t=261
  2. WhatsApp ist nun offiziell illegal: https://youtu.be/hcSjM3g4n-0
  3. HDD-Festplatte zerstören: https://www.sir-apfelot.de/festplatte-zerstoeren-dauerhaft-unlesbar-machen-21620/
  4. Cambridge Analytica: https://de.wikipedia.org/wiki/Cambridge_Analytica

Titelbild

Kostenlose Bilder – Pixabay

Musik

Doug Maxwell/Media Right Productions – Landing On a Dark Planet

Video

4 moderne binäre Bedrohungen

Hallo Kameraden,

schon sehr lange habe ich kein Video mehr zum Thema Cyberkrieg erstellt. Aus gegebenen Anlass, da ich mich in letzter Zeit wieder viel mit digitalen Bedrohungen beschäftige, wollte ich erneut mein Wissen mit der Gemeinschaft teilen, da die meisten die genau dieses Video sehen, keine Grünschnäbel im Onlineaktivismus sind. Jedoch möchte ich diesen Beitrag nicht speziell für diese Gruppe auslegen, sondern ihn an alle Internetnutzer im deutschen Sprachraum richten.

Besprechen möchte ich heute 4 digitale Bedrohungen, welche uns jetzt schon durch unsere digitale Existenz verfolgen:

  • Datensammelwut,
  • Künstliche Intelligenz,
  • Zensur und Überwachung,
  • und zuguterletzt, menschliches Versagen.

Datensammelwut

Der Gesetzesentwurf, welcher eine Initialzündung von Seiten des deutschen Staates hinlegte, war der des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes unseres Lieblingspolitikers Klein-Heiko, welcher der Meinung war, dass im Internet zu viel Hassrede und Hetze verbreitet wird, weswegen man gesetzlich aktiv werden musste. Heraus kam ein Gesetz jenseits von gut und böse, welches sogar unser Recht auf Meinungsfreiheit in Frage stellt. Auch wenn der Super-GAU noch auf sich warten lässt, der Grundriss steht. Sollte ein sogenannter Hasskommentar – was auch immer das genau ist – nicht innerhalb von 24 Stunden von der jeweiligen Plattform verschwunden sein, drohen Unternehmen Bußgelder in Höhe von bis zu 50 Mio. Euro.

Außerdem darf in Verdachtsfällen auch ohne richterliche Anordnung aus der Quellentelekommunikationsüberwachung Gebrauch gemacht werden. Dies bedeutet, man wird Deine ganzen Endgeräte mit einem Trojaner ausstatten und jede Aktivität aufzeichnen und »nach Hause telefonieren«. Dies ist ein Anlass für mich keinem Windows oder Mac meine wichtigen Daten anzuvertrauen.

Auch äußerten schon die Justizminister, sie möchten, dass 5G nicht zu sicher gemacht wird, um im Bedarfsfall hacken zu können. Tja, schade, dass sie nicht die einzigen sein werden, welche gerne hacken, sondern auch der kriminelle schwarzköpfige Untergrund. Sie, die westlichen Regierungen und riesigen Technologiekonzerne wollen Daten – und davon so viele wie möglich.

Ein weiteres für mich an dieser Stelle nennenswertes Ereignis sind die Veröffentlichungen von Edward Snowden, welcher bis zu seinem Seitenwechsel bei der NSA in einem Rechenzentrum angestellt war und ein bisschen zu tief bohrte. Ich hoffe doch sehr das die Namen Prism und Tempora euch noch ein Begriff sind.

Daten sind das neue Gold. Wer über sie verfügt, verfügt über Wissen sowie Macht. Und diese Daten wiederum werden heute zum Verkauf angeboten. Heute ist der Dschungel so riesig, dass man sagen muss: sobald die Daten das eigene Netz verlassen, verlieren wir die Kontrolle über sie. Man sollte sich bewusst sein, wenn man Dateien z.B. im Google Drive hochlädt, verfügt Google über diese Daten. Man kann zwar nicht sehen, wie Google daraus Profit schlägt, aber man sollte sich die Frage immer stellen: Möchte ich, dass Google, Facebook und Twitter darüber Bescheid wissen?

Künstliche Intelligenz

Die nächste Stufe der Datensammelwut: die künstliche Intelligenz. Die Datenmengen, welche in so manch einem Rechenzentrum dieser Welt gespeichert sind rechnet man schon nicht mehr in Tera– oder Petabyte. Diese Datenmengen werden schon lange nicht mehr von Menschen, sondern von den Computern einsortiert und bewertet – und dies in unvorstellbar hohen Geschwindigkeiten. Die nächste Stufe, die jetzt implementiert wird, ist die des autonomen Lernens, so, dass kein menschliches Eingreifen mehr von Nöten ist. Und selbstverständlich benötigt eine KI Daten um zu lernen.

So ringen heute die großen Datensammler regelrecht um die Daten, denn wer sie alle hat, hat die Kontrolle und den Markt vollständig eingenommen – Raubtierkapitalismus sei Dank.

Wenn es um das Thema der künstlichen Intelligenz geht, so denke ich, ist bereits Hopfen und Malz verloren, ob wir dort irgendetwas zu unserem Gunsten haben werden; denn auf der einen Seite brauchen die Technologiekonzerne unsere Daten als Futter für ihre Maschinen und auf der anderen Seite sollen sie unser Leben in einem Grade einfach machen, dass wir Menschen jedwede Autonomie verlieren werden.

Dazu kommt der Trend, dass immer mehr Menschen sich die smarte Technologie implantieren lassen und dies in Schweden sogar auch noch groß zelebriert wird. Die Frage wird nur sein, wann sich die meisten Menschen auch noch das Gehirn vernetzen lassen, wenn es soweit ist. An diesem Punkt ist jedwede menschliche Souveränität ad absurdum geführt. Erste Quellen munkeln von 2030. Die wundert mich nicht, da immerhin die Kurve der technologischen Errungenschaften, wie auch ihre Implementierung in den Markt in einer Exponentialfunktion verläuft.

Die Anzahl der aufkommenden personenbezogenen Daten wird in den kommenden Jahren noch exponentiell ansteigen, welche dann wiederum als Futter für KIs dienen, die die Daten für die Unternehmen dahinter marktreif verarbeitet und diese dann an Versicherungen und sonstige Gesellschaften vertreibt – und die Nachfrage ist da!

Zensur und Überwachung

Hier spielen die beiden vorhin erwähnten Bedrohungen mit ein. Es ist kein Geheimnis, dass im Internet, besonders in den sozialen Medien, sehr viel zensiert wird. Ganz besonders, was den werten Herren aus dem Silicon Valley nicht ins Weltbild passt. Aber auch Regierung möchten mit Hilfe von Gesetzen, wie dem NetzDG, auf diese Riesenkonzerne einwirken. Die Folge speziell beim NetzDG: Unser Recht auf Meinungsfreiheit wird seitdem von sozialen Medien verwaltet. Und dank hoher Strafsummen wird lieber mehr zensiert, als zu wenig.

Dies macht sich immer wieder durch das Löschen unliebsamer Meinungen bemerkbar. Auch wenn ich gerade in der rechten Szene keine große Löschwelle vernehme, heißt es nicht, dass es morgen zu einer kommen wird. Dies stellt den Teil der aktiven Zensur durch den direkten Eingriff der Plattformbetreiber dar.

Eine sehr viel unsichtbarere Methode der Zensur jedoch verbirgt sich in Personalisierungsalgorithmen von z.B. Suchmaschinen, wie Google. Dabei sammeln sie alle Daten über Deine persönlichen Interessen und was Du gerne suchst und fertigen extra nur für Dich ein Profil mit Deinen Vorlieben an. Die Folge: Du wirst ganz automatisch einer Filterblase zugeordnet, was bedeutet, dass Du hauptsächlich Nachrichten, Webinhalte, Bilder und Videos aus dieser oder verwandten Filterblasen erhältst.

Sehr viele Menschen sind sich dieser Algorithmen nicht bewusst und wie sie ihr Leben beeinflussen. Daraus entsteht ein Problem, was wir sehr schön im Streit zwischen politisch linken und rechten Kräften beobachten können. Beide Milieus haben ihre Medien, ihre Sicht, ihre Blogs, Verlage und Bücher. Das Problem: Durch ihre eigenen Medien werden Linke sehr häufig gegen das Rechte aufgescheucht. Und auf der anderen Seite spiegelt sich die Wut dann wieder. Und dann kommt zumeist aus dem linken Spektrum wieder Unverständnis über die Reaktion aus dem rechten Lager. Dies kann aber auch in die umgekehrte Richtung funktionieren.

Und dies gilt nicht nur für die beiden politisch gespaltenen Lager, sondern auch für sämtliche gegensätzliche Szenen. Ich selbst bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass eine objektive Berichterstattung nicht existieren kann, da der Mensch nicht in der Lage ist, diese Welt objektiv zu sehen, sondern das Wahrgenommene immer subjektiv interpretiert.

Seitdem ich zu dieser Kenntnis gelangt bin, lese ich neben meinen bevorzugten rechten, konservativen Medien auch linke Medien und mache mir aus beidem ein Gesamtbild. Fakt ist: Es gibt politische Felder, wo die Linken besser aufgestellt sind, wie in Digitalpolitik, und in anderen sind wir Rechten besser aufgestellt, wie in der Migrations- und Asylpolitik. Primär unterscheiden wir uns von den Linken in dem Punkt, dass wir keine Erfüllung in der Internationalisierung und Verfall der eigenen Kultur, sondern gerade im Erhalt der Nationalstaaten, unserer Kultur und Traditionen finden.

Und somit gehe ich gleich zum letzten Punkt über, den man heute unendlich breit fächern könnte.

Menschliches Versagen

Fakt ist, dass zu keinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte wir uns an einem Punkt wie dem heutigen befanden und deswegen alleine schon in die Geschichte eingehen werden.

In den letzten Jahrzehnten machten wir Durchbrüche in der Technik, wie sie vor hunderten von Jahren nicht einmal denkbar waren. Und heute fliegen uns die Neuerungen nur so um die Ohren und immer neue Probleme tun sich auf. Der deutsche Staat, wie auch viele andere hier in Europa, haben sich in den letzten Jahrzehnten zu größenwahnsinnigen Bürokratiemonstern entwickelt, welche nur sehr schwer veränderbar sind. Demnach halten diese beim derzeitigen Technik-Wachstum nicht mit. Sie werden überholt und schaffen es nur Symptome zu bekämpfen. Dies endet gerne mal in Katastrophen, wie DE-Mail.

Nicht nur die politische Klasse, sondern auch sehr viele andere Menschen da draußen zeigen kaum Interesse an dieser Problematik. Gerade junge Menschen neigen dazu, alles online zu stellen, und wundern sich dann, wenn jemand – ohne sie zu hacken wohlgemerkt – ihnen zeigt, wie sie leben, was sie essen, wo sie joggen, wer ihr Lebensgefährte und was dieser so für Interessen hat usw. Also ist auch hier das Bewusstsein über die eigenen Daten und die Macht die andere über einen damit haben können nur sehr schwach ausgeprägt.

Stattdessen sehen wir immer wieder Bilder von Menschen die es nicht abwarten können, als einer der ersten das neue iPhone in den Händen zu halten. Generell empfehle ich auf dem Handy nur das zu installieren, was lediglich für Kommunikation benötigt wird. Alles andere sind Daten über die ihr nicht in euren kühnsten Träumen die Kontrolle habt. Ich rede hierbei von lokalen Daten auf dem Endgerät, wo nicht genau klar ist, was die jeweiligen Apps sonst noch so machen, wie etwa Genannte an den Anbieter der App zu schicken, welcher diese dann wiederum verarbeitet.

Um es zusammenzufassen, haben viel zu viele Menschen überhaupt kein Gefühl für solche Themen, welche beinahe wie aus dem Nichts ins Diesseits katapultiert wurden. Das Volk war und ist noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen, wo wir uns mit riesigen Schritten hinbewegen. Auch in vielen Schulen in Deutschland findet nur mangelhafter, bis ungenügender Informatikunterricht statt. Ich habe zu meiner Schulzeit lediglich den Umgang mit MS Office gelernt, primär Excel, sonst nichts.

Unter einem richtigen Informatikunterricht interpretiere ich, dass den Schülern der richtige Umgang mit der Technik vermittelt wird, sowie, dass die mediale Kompetenz der Schüler gefördert wird, besonders bei sozialen Medien.

Bei ersterem plädiere ich auf den Einsatz von Minicomputern, wie dem RaspberryPi, auf welchem die Schüler Basiskenntnisse über die Programmierung auf eine wirklich kreative Art erwerben. Letzteres halte ich für wichtig, weil die sozialen Medien Benzin für Phänomene, wie Cybermobbing, sind und ein verantwortungsvoller Umgang damit geübt werden sollte.

Das Problem: Ein Wandel im Bildungssystem, wie ich ihn vorschlage, findet in keinster Weise statt. Es wird höchstens beschlossen in neue Computer und Laptops zu investieren, was das Problem Informatikunterricht keineswegs löst. Generell mangelt es in unserem Bildungssystem an Geldern, welche an anderen Stellen teilweise zum Fenster hinausgeworfen werden – aber das ist ein anderes Thema. Dadurch gibt es dann auch keine entsprechend geschulten Lehrkräfte.

Hier wiederum die Folge, dass das Loch, wo digital kompetente Menschen sein müssten, nicht gestopft wird und Probleme, wie SocialMedia-Sucht, generelle Internetabhängigkeit und die »dümmsten, anzunehmenden User« (kurz DAU), immer verstärkter auftreten werden. Kombinier dies mit den Faktoren der aufkommenden künstlichen Intelligenz, wie auch der Datensammelwut und ihr versteht, woher der Wind bereits weht.

Die Menschheit lässt sich von einer Technik freiwillig versklaven, die sie nicht versteht; aber nur wenigen gehört und widerstandslos zu deren Marionetten wird.

Wenn man dies so liest, könnte der aufmerksame Zuhörer glatt den Eindruck erhalten, ich sei gegen das Internet. Nein! Das Internet ist ein großartiger Ort, den man kennenlernen sollte. Er hat sehr viele Facetten. Jedoch auch solche, welche psychische Schwächen der Menschen ausnutzt und gegen sie verwendet. Soziale Medien können zu Fallen werden, aber man kann dort wiederum gut den Kontakt zu ausländischen Bekannten und Freunden halten, oder auch sollten diese weiter weggezogen sein. Die Art der Benutzung macht es.

Um diesen Beitrag zu einem fruchtbaren Schluss zu führen, möchte ich an jeden Zuschauer appellieren, zu hinterfragen, welche personenbezogenen Daten von ihm in welchen Netzwerken herumschwirren, und ob Du in diesem Falle damit einverstanden bist. Dies zunächst, um die Oberfläche anzukratzen, denn diese Thematik geht noch tiefer bis hin zu Browsercookies, die jede Internetaktivität aufzeichnen und ihren Entwicklern zusenden.

Im Quellenverzeichnis dieses Beitrages auf meinen Blog findet ihr noch weiterführende Links zu noch mehr Informationen. Fakt ist, dass sich am Bewusstsein für Überwachung, Datensammelwut und künstliche Intelligenz etwas ändern muss.

Bis hierhin, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Euer PretoX

Quellen

Vorlage

Matrix Programmierung Code – Kostenloses Video auf Pixabay

Musik

Doug Maxwell/Media Right Productions – Landing On a Dark Planet

Titelbild

pixabay.com

Video

Quellen-TKUE

Hallo Kameraden,

heute sprechen wir mal nicht über Linux, sondern mal wieder über ein unangenehmes Thema, nämlich der Quellentelekommunikationsüberwachung, kurz Quellen-TKÜ und Netzpolitik. Letztes Jahr im Juni verabschiedete die damalige Bundesregierung ein folgenschweres Gesetz, welches Deutschland zweifelsohne problemlos in einen Polizeistaat umkrempeln kann, insofern die Kriminalämter beginnen, daraus Gebrauch zu machen. Jetzt kamen geheime Dokumente aus dem Bundeskriminalamt ans Tageslicht, welche beweisen sollen, daß das BKA mittlerweile drei hübsche Pferdchen im Einsatz hat, ich zitiere:

Das BKA hat fast sechs Millionen Euro ausgegeben, um zwei Staatstrojaner zu programmieren, die jetzt einsatzbereit sind. Das geht aus sieben eingestuften Dokumenten hervor, die wir veröffentlichen. Die Bundesregierung verweigert Angaben über Firmen und Einsätze, Abgeordnete kritisieren diese Informationspolitik.

– netzpolitik.org

Zitat Ende.

Die drei eingesetzten Staatstrojaner hören auf die Namen »RCIS 1.0 Desktop«, welcher nur in der Lage ist, Skype unter Windows-Systemen abzuhorchen; »RCIS 2.0 Mobile«, welcher Smartphones infizieren und ablauschen soll; und zuguterletzt das komplette Portfolio des Hackens: »FinFisher«. Dieser ist keine Eigenentwicklung, sondern die Leistung von Gamma International, welche diese Software bereits erfolgreich an Diktaturen auf der ganzen Welt vermarktet hat. Um zu sehen, wie FinFisher arbeitet, empfehle ich euch dieses Video, zu gucken. Es handelt sich dabei um einen Werbespot von Gamma.

Nun gut, soviel sei erst einmal zum absolut abscheulichen, politischen Rahmen gesagt. Wobei wir dann beim Thema dieses Videos wären: der Quellen-TKÜ. Für unsere Behörden und alle die sonst noch schnüffeln möchten, gibt es nichts schlimmeres als gute Verschlüsselung. Und zu ihrem Pech ist es so, dass solche Algorithmen erst umfassend getestet werden, bevor diese überhaupt zum Einsatz kommen. Mit anderen Worten gute Verschlüsselung zu knacken ist müselige Arbeit und frisst dementsprechend auch Geld. Genau darum versucht man an die Informationen zu kommen, bevor diese überhaupt verschlüsselt werden. Da ist natürlich ein Staatstrojaner von Nöten, welcher die Rechner der Opfer infiziert und alle Informationen nach Hause telefoniert – natürlich alles zur Terrorismusbekämpfung versteht sich. Wer es denn glaubt wird selig.

Und dieses Verfahren darf bis heute in der Strafverfolgung eingesetzt werden, welches vor dem Trojanergesetz nur in sehr schwerwiegenden Straffällen zum Einsatz kommen durfte. Heute darf man dies mittels gesinnungsdiktatorischen Gesetzen, wie dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz; und das Bundesverfassungsgericht sieht seelenruhig dabei zu und krümmt sich keinen Finger – herzlich Willkommen in der Demokratie des 21. Jahrhunderts.

Jetzt kommt bestimmt die Frage auf, was man denn dagegen tun könnte? – Meine Antwort lautet, entweder das Maul JETZT aufmachen oder eben nie wieder ohne Konsequenzen, die ganze Identitäten von der Bühne fegen. Und das momentane Amoklaufen der Zensur derzeit, ist im Prinzip nur ein Witz zu dem, was die gesetzliche Grundlage momentan zulässt.

Davor wird einen früher oder später auch kein Linux dieser Welt schützen – voraussichtlich nur solange, wie diese Plattform von den Bundestrojanern nicht ins Visier gerät; Android lassen wir mal als Stichwort stehen. Also liegt es an uns einfachen Bürgern unser Internet bis aufs Mark zu verteidigen vor einer hysterisch, wahnsinnig gewordenen politischen Elite, welche Kritik als Hass abstempelt. Man besuche einfach mal die Kommentarspalten der Twitter-Auftritte von »Die Linke«, »Bündnis 90 / Die Grünen« und deren Jugendorganisationen, dann seht ihr, was wir unter Kritik verstehen, bzw. die unter Hass. Dabei fällt dann natürlich auf, dass die sich in ihrer eigenen Filterblase bewegen, jedoch dies anderen vorwerfen – #Doppelmoral. Ich denke bei den anderen etablierten Parteien wird es ähnlich aussehen.

Und diejenigen, die ihnen den Rücken decken soll, ist die Polizei – nur, um dann wieder »All cops are bastards« brüllen zu können. Und der wirkliche Leittragende ist dann wieder der einfache Bürger, der in orwellscher Manier solange verdächtig ist, bis ihm das Gegenteil bewiesen wurde, statt, wie es sich gehört: ist er solange unschuldig, bis ihm das Gegenteil bewiesen wurde.

Bitte entschuldigt meinen gelegentlichen Sarkasmus in diesem Beitrag, jedoch nimmt dieses Thema, genau wie die Asyl- und Einwanderungspolitik, eine solche Abscheulichkeit an, daß es der Sau graust. Von daher wenn Dir, lieber Zuhörer, dein Land, also Deutschland, am Herzen liegt und es von einem erneuten Befall des Faschismus  und des Wahnsinns befreien willst, schließe dich dem Widerstand auf Discord an. Der Link ist unten als Kommentar angepinnt, einfach anklicken, es kostet auch nichts und kannst dich auch jederzeit wieder ausklinken.

Vielen Dank an dieser Stelle für eure Aufmerksamkeit, wir sehen uns wieder.

Video

Windows vs. Linux

Hallo Kameraden,

nach einer längeren inaktiven Phase, aufgrund beruflicher Dinge, melde ich mich nun zurück mit einem Thema, welches seit einigen Jahren, bzw. einem Jahrzehnt nie an Aktualität gelitten hat: Windows gegen Linux und welches der beiden nun letztendlich besser ist. Am Ende ist es sowieso Ansichtssache. Jedoch habe ich bereits einige Argumente genannt, welche für den aktiven Einsatz von letzterem sprechen, wie, daß die gesamte Macht nicht auf einen Konzern beschränkt, sondern hauptsächlich bei der Linux-Gemeinschaft liegt, welche sich aus einem sehr breiten Spektrum zusammensetzt.

Weiterlesen

Video

Die Weiten des Internets

Hallo Kameraden,

heute werden wir, wie versprochen in die Weiten des Internets eintauchen. Wie wir alle bereits wissen, ist das Internet ein sehr facettenreicher Ort und dem echten Leben sehr  ähnlich, denn wir können dort äquivalenten Aktivitäten nachgehen, wie einkaufen oder uns mit Gleichgesinnten austauschen. Und natürlich wie auch im echten Leben, gibt es Nieschenplätze, welche man besser meiden sollte. Doch was vielen absolut entgeht ist die Tatsache, dass das Internet ein Kriegsschauplatz mächtiger Konzerne ist.

Früher war es das Gold, heute sind es Informationen. Zweifelsohne, jeder größere Spiele möchte sie haben; ja, er kann sich auch für genügend Geld genügend Datensätze kaufen, diese auswerten und dabei gegen jede ethische Moralvorstellung verstoßen. Die meisten unserer nicht so achtsamen Mitbürger hinterfragen nicht, wodurch Facebook, Google oder auch Twitter ihre hohen Umsätze generieren. Durch das Sammeln und Auswerten personbezogener Daten. Aber dies sollte für die meisten nichts neues sein. Und solange wir nichts unliebsames in ihren Netzwerken verfassen, passiert uns auch nichts, denn man möchte gerne den Normalbürger in seiner Matrix gefangen halten.

Jedoch nahm diese Schnüffelei eine vollständig neue Dimension mit der Veröffentlichung von Microsofts Windows 10 an. Von nun an stieg Microsoft mit in dieses milliardenschwere Geschäft mit einer neuen Methode ein: Das Schnüffeln auf der Festplatte der Nutzer. In welchen Dimensionen dies geschieht oder wir stoppen können ist bis heute nicht vollständig geklärt. Aus meiner Sicht ist dies kein Betriebssystem, sondern der wohl am weitesten verbreitete Trojaner. Aber dem Thema Betriebssysteme widme ich mich noch einmal gesondert.

Weiterlesen