Männerschwund: Was ist Männlichkeit

Diese neue Artikelserie wird die Thematik des Verlustes der Männlichkeit in unserer deutschen Gesellschaft thematisieren. Dies wird der Pilotartikel sein, welcher zunächst einmal beschreibt, was denn in etwa männlich ist.

Kaum ein Begriff lässt sich schwerer definieren, als der der Männlichkeit. Diese Definition hat sich schon alleine in unserer Kultur innerhalb der 2000 Jahre unserer Existenz mehrmals gewandelt. Ein guter Mann ist per se als männlich zu deklarieren. Aber auch hier stellt sich die Frage: Was ist ein guter Mann. Ein Ritter aus dem Mittelalter würde sagen, dass ein guter Mann in der Lage ist, seine Ländereien und seine Familie zu verteidigen. Ähnlich würde auch die Definition eines Germanen aussehen, welcher lediglich andere Begriffe verwenden würde.

Der Mann aus dem industriellen Zeitalter würde sagen, dass er in der Lage sein muss, seine Familie zu ernähren – egal wie hart er dafür arbeiten muss. In den Kriegszeiten des 20. Jahrhunderts waren die guten Männer gefeierte Kriegsveteranen.

Und wenn man die Frage in der heutigen Gesellschaft stellt, liegt es ganz daran, an welche Szene man diese Frage stellt. Linksprogressive werden sagen, dass es etwas sei, was es zu zerstören gilt. Anhänger der Persönlichkeitsentwicklung sagen, es ist der freie, von allen Fesseln der Angst und Sucht gelöste Mann, welcher keine Probleme hat, sein eigenes Unternehmen zu gründen und jede Frau anzusprechen, die er attraktiv findet.

Von den heutige Definitionen schafft es die Szene der persönlichen Weiterentwicklung am besten, dem Begriff der Männlichkeit gerecht zu werden – auch wenn es sehr liberal ist. Eines lässt sich nicht leugnen: Die Rolle die wir Männer in unserer Gesellschaft einnehmen, hat sich radikal verändert. Die ursprüngliche war es einst, die eigenen Leute von den Anderen sorgsam zu trennen. Dies beschrieb ich mit einer Analogie aus längst vergangenen Tagen im zweiten Absatz.

Jedoch erscheint diese ursprüngliche Aufgabe der Männer geradezu »nazihaft« für heutige Weicheier. Kulturübergreifend lassen sich vier männliche Tugenden aus allen Stämmen und Gesellschaften dieser Welt ableiten. Der Autor Jack Donovan, welcher die Bücher »Der Weg der Männer« und »Nur Barbaren können sich verteidigen« schrieb, definierte diese in seinem ersten Buch: Kraft, Mut, Kompetenz und Ehre.

Kraft

Die Kraft ist das physische Element, welche sich hauptsächlich in Habitus und großen Muskeln äußert. Kraft ist immer dann wirklich nützlich, wenn man schwere Lasten zu bewegen hat oder man einen Konkurrenten ausschalten oder in seine Schranken weisen möchte. Jedoch hat es auch gemäß meiner eigenen Empirie einen nicht zu unterschätzenden psychischen Effekt. Ich wurde in einer Zeit von 5 Jahren regelmäßigem Kraftsport nicht nur muskulöser, sondern auch selbstbewusster, mutiger und stand mehr für meine eigenen Interessen ein.

Mut

Viele vergleichen Mut mit einem Muskel, welchen man trainieren muss, damit es einfacher wird. Diese Analogie ist gar nicht mal so falsch. Es handelt sich jedoch um eine Charaktereigenschaft, welche in erster Linie Männern zugeschrieben wird. Mut bedeutet in erster Linie Überwindung. Die Überwindung der eigenen Ängste, um ins Handeln zu kommen. Ich denke jeder Mensch auf Erden kennt dieses Gefühl: Er möchte etwas machen und umsetzen und im nächsten Moment erfindet der Kopf Ausreden aller Art, nur um einen vom Handeln abzuhalten. Dies wäre eine moderne Definition von Mut.

Zu den guten alten Zeiten hieße es, die »Eier« zu haben, den feindlichen Stamm zu vernichten und ihr Hab und Gut an sich zu reißen. Mut wäre die Bereitschaft für eine Sache (Ziele beispielsweise) oder Person (Schamane, König oder Kaiser) sein Leben zu geben. Die Bereitschaft zu haben, Verantwortung bei Fehlschlägen auf sich zu nehmen. Mut hat ganze Reiche und Imperien an die Spitze geführt und Andere wiederum dazu bewegt, sich ihrer zu entledigen. Nachdem Rom durch innere Dekadenz und feindliche Barbaren zu Fall gebracht wurde, errichteten diese Barbaren auf den Trümmern neue Reiche. Unser heutiges Deutschland entstammt dieser Wiege. Jedoch bekleiden wir heute das Gewand Roms zu Zeiten, in denen es fiel.

Kompetenz

Kompetenz ist unabdingbar für all jene, welche ein bedeutsames Mitglied im Stamme werden möchten. Aber auch zu Zeiten zivilerer Gesellschaften mussten Männer in dem was sie taten, kompetent sein. Es sei denn, sie möchten von der Konkurrenz ihrer Lebensgrundlage beraubt werden. Eine Kompetenz zu entwickeln und auszubauen bedeutet sich auf einem spezifischem Gebiet immer weiterzuentwickeln.

Diese Tugend ist von den genannten die noch heute am stärksten vertretende. Wer beruflich aufsteigen möchte muss sich zwangsläufig weiterbilden – fachlich wie auch sozial. Primär sind es jedoch die sozialen Fähigkeiten, welche einem Menschen generell den Aufstieg in einer Gesellschaft ermöglichen.

Doch in der Generation nach mir, der Generation Z, mache ich auch immer mehr die Feststellung, dass es bei einigen bis vielen überhaupt keine Ambitionen vorhanden sind. Einige wirken sogar den ganzen Tag komplett abwesend. Und wenn diese dann einmal einen herben Rückschlag erleben, ergreifen sie die Flucht. Viele werden auch von ihren Eltern viel zu sehr verwöhnt und gar nicht erst in die Selbstständigkeit geführt. Diese Erziehung findet man aber auch in meiner Generation und denen vor mir schon – es nimmt aber proportional in meinem Umfeld zu. Diese Jungsprösse werden auch nicht »aufwachen« können eines Tages. Sie sind verloren und werden ihr Leben in Abhängigkeit sowohl von den Eltern, wie auch anderen Menschen fristen.

Ehre

Das wohl mittlerweile verpönteste Wort in diesem Beitrag ist das Wort Ehre. Ehre ist seit je her immer eine Definitionssache eines Stammes, einer Gesellschaft. Unter Berserkern wäre man ehrenhaft, wenn man einer der stärksten ist und vielen anderen Klänen schon gezeigt hat, wo der Hammer hängt.

In unserer Gesellschaft ist dieses Wort, wie bereits erwähnt, verpönt; aber auf Unterbewusstseinsebene immer noch präsent. Ehre hat man, wenn man politisch korrekte Ansichten äußerlich vertritt, diese auch verteidigt und »human« denkt. Es geht dabei ums Sagen, nicht primär ums Handeln – nur die Gesinnung muss passen.

Wie der efahrene Leser dieses Blogs sich schon denken kann, bin ich im Sinne des modernen westlichen Lebensmodells unehrenhaft, da ich mich weigere politisch korrekt zu denken und mich selber zu zensieren, geschweige denn mit der Masse zu schwimmen. Diese Faktoren rauben dem Menschen im Generellen Lebensqualität. Um an dieser Stelle Missverständnissen vorzubeugen: Ehre ist eine männliche Tugend, welche ihre Daseinsberechtigung hat und Männer zu Höchstleistungen anspornt. Es ist eine Frage, wem man Rechenschaft ablegen will. Außerdem ist man als Rechter eh der Ehre in der »offenen« und »freien« Gesellschaft freigesprochen.

Ehre hat etwas zuckersüßes, was jeder haben will. Synonyme dafür wären Respekt oder sogar Hochachtung. Diese erhält man von seinen Kameraden und sichert einem den Rückhalt in der eigenen Gruppe, den natürlich jeder haben will und auch bereit ist, alles dafür zu tun. Ehre richtet über Loyalitäten und Feindschaften. Dies gilt auch heute für die sich immer weiter audehnenden politischen Fronten.

Fazit

Wie eingangs erwähnt, sind die oben beschriebenen männlichen Tugenden universell. Männer die diese Tugenden kultivieren, sind für jeden Klan und jede Gesellschaft essentiell, da sie den Motor des Fortschritts darstellen.

Männer die über diese Tugenden nicht verfügen und auch keine Ambitionen haben, diese in ihr Leben zu holen, werden auf ewig dazu verdammt sein, arme Muttersöhnchen zu sein. Leider nimmt dieser Typus Mann heute zu. Ursprünglich waren unsere europäischen Gesellschaften patriarchalisch geprägt. Dies scheint sich heute im still akzeptierten Dritte-Welle-Feminismus und der absoluten Gleichstellung mit der Rückendeckung gesellschaftlicher Eliten zu wandeln. Heutige Männer sind teils zurecht eingeschüchtert, fristen ihr Dasein in Angst und im schlimmsten Fall sehen sie sich selbst als obsolet an.

Diese Probleme kochen genau dann hoch, wenn der eingeschüchterte, feminisierte Kerl auf Partnersuche geht. Die meisten lernen heute entweder gar nicht oder nur im Internet, wie man etwa Frauen verführt. Ich selbst gehöre zu diesen Menschen und lerne dies auch gerade erst selbst.

Natürlich könnte ich die Thematik, was männliche Tugenden sind oder nicht sind, hier bis ins Unendliche ausbauen, was nicht weiter zielführend wären. Die anderen Tugenden bauen auf den vier essentiellen aus diesem Beitrag auf.

Fakt ist für den Abschluss: Wenn wir nicht Männlichkeit wieder entdecken und leben, wird es nach uns keiner mehr tun!

Euer PretoX

2 Kommentare zu „Männerschwund: Was ist Männlichkeit

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