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Was sind Daten

Hallo Kameraden,

im heutigen Video möchte ich den Techniklaien einmal erklären, was sind Daten eigentlich, wie entstehen sie und was muss man tun, um sie wieder loszuwerden.

Was sind Daten?

Gehen wir auf die erste Frage ein. Im Prinzip sind rein physisch gesehen Daten genau das was ihr in diesem Video über dem Bildschirm huschen seht – nur eben visualisiert –: Nullen und Einsen. Diese entstehen dadurch, dass an einem Pin am Prozessor ein Signal anliegt, 1; oder nicht, 0. Diese Zustände sind abfragbar. Jedoch ist diese Ebene eher für Leute interessant, welche sich für Mikrocontroller und digitale Messtechnik interessieren.

In Computern und Servern jedoch enthalten Daten je so viele Nullen und Einsen, dass selbst wir Technikaffinen mit ihnen nicht arbeiten können. Desto mehr Nullen und Einsen, desto mehr Informationen beinhaltet ein Datum. Moderne Datenbanksysteme geben uns die Möglichkeit nicht nur diese Daten zu speichern, sondern auch zu sortieren, auszuwerten sowie für den Menschen interpretierbar zu machen.

Und wie der »Big Data«-Trend schon aussagt, schießen heute extrem viele Daten mit hoher Geschwindigkeit um die Welt. Was uns zur nächsten Frage führt.

Wie entstehen diese Daten?

Da die meisten von euch mit sozialen Medien vertraut sind, werde ich es anhand ihrer Funktionalität erläutern. Sobald ihr euch registriert, taucht in der Datenbank ein Datensatz mit eurem gewählten Pseudonym sowie eurer E-Mail-Adresse und eurem – hoffentlich – verschlüsselten Passwort auf.

Wenn ihr nun in diesem Netzwerk am Surfen seit, sucht ihr nach Seiten und Profilen die euch gefallen. Wurden diese gefunden, so drückt ihr im Falle von Facebook den »Like Button«. Genau in diesem Moment erzeugt ihr wieder Daten, welche in der Datenbank zu eurem Datensatz hinzugefügt werden. Die gemochten Seiten werden aus der Datenbank abgefragt, wenn der eigene »Feed« geöffnet oder aktualisiert wird. Daraufhin werden euch die aktuellsten Beiträge der gemochten Seiten angezeigt.

Ich hoffe diese kleine Analogie aus dem Alltag vieler zeigt, wie Daten entstehen können. Natürlich werden noch weit mehr Daten gespeichert und ausgewertet. Und in der politischen Debatte geht es darum, wie Unternehmen und Staaten mit den Daten ihrer Nutzer und Bürger umzugehen oder auch nicht umzugehen haben.

Facebook und auch Google nutzen diese Daten, um Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, zielgerichtet Werbung an ihre Zielgruppe zu schalten. Dass es nicht nur dabei bleibt, zeigt die Vergangenheit: siehe den Fall Cambridge Analytica.

Deswegen stehen gerade Datenanalyseunternehmen auch immer wieder in der öffentlichen Kritik. Außerdem bergen riesige Datenbanken auch ein gewaltiges Risiko im Falle eines Hackerangriffs: sie sind das Nummer-Eins-Ziel. Daten sind das neue Gold oder Öl.

Die politische Frage

Das heutige Problem in der politischen Frage finde ich nicht leicht zu beantworten, da hier eine echte Misere vorliegt und lediglich halbherzige Lösungen umgesetzt werden. Sowieso ist es keine Frage, dass Deutschland im puncto Digitalisierung anderen Staaten, wie etwa den skandinavischen, hinterherhinkt. Wobei das Zu-Progressiv-Sein einigen Staaten schon das Genick brach: so z.B. Estland, als es 2007 russischen Hackern gelang, das Land komplett lahmzulegen. Dies deutete auf eine mangelnde Sicherheitsstruktur hin.

Der Idealfall, ist ein bedachtes Vorgehen, sowie eine angemessene Reaktion auf außen eindringende Faktoren, wie ausländische Unternehmen, welchen den deutschen Markt als lukrativ einstufen. Die Reaktion des deutschen Staates in der Realität: Man habe sich den Faktoren zu unterwerfen. So zumindest die Legislative. Jedoch weisen Juristen, wie Christian Solmecke auf YouTube, darauf hin, dass WhatsApp offiziell als illegal eingestuft ist!

Für die von euch, welche regelmäßig Medien, wie Netzpolitik oder Heise lesen, werden selten Positives zu berichten haben. Symptombekämpfung, Flickerei und »nach mir die Sintflut«. Mit anderen Worten, man ist im Bereich des Digitalen restlos überfordert und der jüngste Streich auf EU-Ebene sorgte für Massenproteste auf Straßen im gesamten EU-Gebiet. Ich denke, ihr wisst wovon ich rede.

Was machten die EU-Bonzen: Anstatt vielleicht mal auf Menschen zu hören, die affiner mit modernen Medien sind als sie, sprechen sie ihnen ab, überhaupt etwas von Politik, geschweige denn offensichtlich den eigenen Willen zu verstehen.

Dies könnte ich endlos weiter spinnen. Dies würde jedoch den Rahmen des Beitrages sprengen. Ich hoffe ich konnte auch hier den nicht technisch Versierten abholen.

Und wie wird man Daten wieder los?

Im Internet ist dies ein Dingen der Unmöglichkeit. Jedoch bei den Daten auf der eigenen Festplatte nicht. Diese sind problemlos verschlüsselbar und auch für immer löschbar, wenn man weiß, wie es geht.

  1. Physische Vernichtung: Die Festplatte wird bei diesem Prozess physisch fast unlesbar gemacht. Z.B. durch Zerstörung der Kontakte auf der Rückseite oder das Durchbohren der Magnetscheiben. Dies schreckt bereits die ersten ab, da eine Datenwiederherstellung sehr teuer wird und Zeit kostet. Außerdem ist das Gehäuse aufschraubbar. Dies ermöglicht zudem das Zerkratzen der Metallscheiben innen, wie auch das Zerschlagen mit dem Hammer, welches noch mit einem Säurebad zur beinahen Perfektion gebracht werden kann.
  2. Überschreibung: Wie bereits erläutert sind Daten Nullen und Einsen. Diese lassen sich sowohl mit Nullen, als auch Zufallszahlen überschreiben. Das Werkzeug meiner Wahl hier heißt Disk Dump und ist in allen unix- und linuxartigen Systemen standardmäßig installiert.

Am besten kombiniert man beide, um ganz sicher zu gehen. Dieser Aufwand ist jedoch nur bei HDD-Festplatten für die paranoiden notwendig. Bei den SSDs sollte eine Überschreibung mit Nullen oder ein physischer Schaden genügen. Dieses Medium wurde nicht geschaffen, um Daten langfristig zu speichern.

Ich hoffe, ich konnte euch mehr für diese Thematik sensibilisieren. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.

Euer PretoX


Quellen

  1. Cyberkrieg – Angriff aus dem Netz: https://youtu.be/gWKjVXO69Xk?t=261
  2. WhatsApp ist nun offiziell illegal: https://youtu.be/hcSjM3g4n-0
  3. HDD-Festplatte zerstören: https://www.sir-apfelot.de/festplatte-zerstoeren-dauerhaft-unlesbar-machen-21620/
  4. Cambridge Analytica: https://de.wikipedia.org/wiki/Cambridge_Analytica

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Doug Maxwell/Media Right Productions – Landing On a Dark Planet

Hassrede und Falschmeldungen

Hallo Kameraden,

im heutigen Beitrag möchte ich diese beiden Worte insbesondere ihrer beigemessenen Priorität in der heutigen Zeit dementieren. Alles begann kurz vor der Veröffentlichung des NetzDG von Heiko Maas: Ein regelrechter Sturm brach in den Medien über Hassrede und Falschmeldungen, oder in englisch »Fake News«, aus. Dies wirkte, als wolle die links-grüne Elite das Volk zur Zustimmung sturmreif schießen.

Hassrede

Es ist nicht so, als hätte es schon vor der Massenempörung so etwas wie Hassrede im Internet gegeben. Und offensichtlich gibt es auch genügend niedere Gestalten, welche für solche Sachen einen Fetisch haben und es lieben, unter Videos auf YouTube oder anderen Plattformen ihren Müll abzuladen. Klassisch bekannt sind diese Individuen unter dem Namen Hater.

Aber die großen Plattformen der Masse, wie Facebook, Twitter, YouTube und Co., haben allesamt ein grundsätzliches Interesse daran, dass das Milieu passt. Leute, die genau hier nicht hereinpassen, welche teilweise mit Beleidigungen Amok laufen, können von den Betroffenen auf eigene Faust gemeldet werden, worauf sich dann der Plattformbetreiber einschaltet und sich solch menschlichem Abschaum entledigt. Dies ist der Idealfall.

Jedoch sahen dies unsere werten Damen und Herren im Bundestag ein bisschen anders. Sie glauben zu der Überzeugung gelangt zu sein, dass hier staatlich reguliert werden muss. Und so war ein neues Trendwort geboren. Das Problem ist hier eine klare Definition: was ist Hassrede und was nicht. Die Anzahl der grenzwertigen Beiträge dürfte sich ins Unermessliche steigern lassen.

Falschmeldungen

Dies ist kein neuer Begriff, geschweige denn ein neuer Trend. Der Vorläufer aus Zeiten, wo Zeitungen lediglich analog lesbar waren, schimpft sich Zeitungsente. Die Definition umfasst sowohl Irrtümer, als auch Tatarenmeldungen, sprich, bewusste Falschmeldungen.

Auch besser bekannt als Fake News wird dieser Begriff sowohl vom Volk, als auch von Medien benutzt, um dem Kontrahenten, das Verfassen von Tatarenmeldungen vorzuwerfen.

Ich selbst bin mittlerweile zu der Erkenntnis gelangt, dass ein objektiver Journalismus nicht existieren kann, da wir Menschen die Welt subjektiv betrachten und Journalisten auch nur Menschen sind. Dabei macht es für mich nicht den geringsten Unterschied, wie neutral sich ein Medium einschätzt, denn auch jeder Journalist hat eine Meinung zu einem bestimmten Thema und immer scheint sie irgendwo auch durch – falls nicht im Artikel, so in der Blogsektion des jeweiligen Mediums. Feststellung: Die meisten Journalisten vertreten linksgrüne Positionen – insbesondere die jüngere Generation.

Somit haben wir heute die Konstellation, dass konservative Medien den Massenmedien vorwerfen, Falschmeldungen zu verfassen, und selbiges umgekehrt. Meine Einstellung: Die Medien beider Seiten haben unterschiedliche Themenschwerpunkte ausgewählt. Von daher lese ich Medien beider Seiten. Natürlich gab und gibt es nach wie vor Tatarenmeldungen, um den Gegner zu diskreditieren. Aktionen solcher Medien halte ich nach wie vor für verachtenswert und unterstütze ich nicht.

Wenn jedoch die Politik in solche journalistischen Angelegenheiten interveniert, wird es kriminell. Meine Wahrnehmung: Der Begriff der Fake News wird von diesen gegen rechte und konservative Medien eingesetzt. Damit wird versucht, die eine Seite der Medaille kaltzustellen. Ob dies nun gewollt ist, lass ich im Raum stehen, es passiert aber. Somit könnte – sollte der Kampfgeist weichen – eine bedeutsame Gegenöffentlichkeit verschwinden.

Fazit

Sowohl Hassrede, als auch Falschmeldungen sind heute Gegenstand von Staatspolitik, was sie nicht sein sollten, da sie nicht staatspolitischer Natur sind. Hassrede obliegt der Politik der jeweiligen Plattform auf der sie begangen wird. Jedoch ziehe ich auch hier eine Grenze, sobald ein echter Straftatbestand vorliegt, wie z.B. eine Terrorandrohung. In diesem Falle ist die Exekutive des Staates berechtigt zu intervenieren und sollte es auch.

Falschmeldungen, bewusst oder journalistischer Irrtum, sind letztendlich das Produkt journalistischer Schlammschlachten. Dem kann man ein Freund sein, frei dem Motto »Konkurrenz belebt das Geschäft«, oder auch nicht, wenn man hinter Journalismus eine gewisse idealistische Tugend sehen möchte.

Dadurch, dass der Staat bei beiden eingreift, entstehen Unfälle, wie das NetzDG, welches den Schutz der Meinungsfreiheit von der Verfassung auf die Betreiber sozialer Medien ummünzt. Und die hohen Strafen, welche mit diesem Gesetz einhergehen, laden zu lieber zu viel zensieren, als zu wenig, ein. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist ideologischer Natur, welches die hiesige Hegemonie schützt.

Außerdem sollte ein Mensch, welcher unter normalen Bedingungen, also im Rahmen der traditionellen Familie groß wurde, in der Lage sein, sich selbst mit den vorhin genannten Maßnahmen der Medien zu verteidigen. Außer man geht davon aus, dass der Durchschnittsbürger ein wehrloses Kleinkind ist. Dies jedoch käme der Denke von Sozialisten gleich.

Aber vielleicht möchte man auch wehrlose Menschen für genau die Errichtung eines sozialistischen Staates haben.

Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit.

Euer PretoX

Quellen

  1. https://www.heise.de/newsticker/meldung/Facebook-wehrt-sich-gegen-NetzDG-Bussgeld-4475699.html

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60 Tage NoFap Hartmodus

Es ist nach weiteren 30 Tagen soweit: ich habe die 60 Tage NoFap im harten Modus absolviert. Die letzten paar Tage waren wirklich hart und ich habe ein paar Fehler gemacht. So war ich die letzten paar Tage immer mal wieder nahe einem Rückfall. Jedoch konnte ich mich davor bewahren und natürlich fühlte ich mich danach wie ein Häufchen Elend.

Doch zuvor bin ich durch äußerst starke Höhen gegangen, welche mich gefühlt haben fliegen lassen. In diesen Momenten habe ich das Leben richtig gespürt und genossen, sowie produktiv und fokussiert arbeiten lassen.

Doch ich muss noch eine Menge lernen, wenn es um die Tiefphasen geht. Ich lasse mich derzeit eindeutig noch zu sehr runterziehen, anstatt mir vor Augen zu halten, was ich bereits alles erreicht habe. Definitiv habe ich jüngst gelernt, dass es ein schmaler Grad ist zwischen guten Gefühlen, wo sich die angestaute sexuelle Energie sehr gut anfühlt, und negativen Gefühlen, wo sich diese Energie auch negativ anfühlt. Darum ist es mittlerweile auch für mich wichtig zu lernen, selbst zu entscheiden, wie ich mich fühle.

Außerdem legte ich mir neue Langzeitziele fest, von denen nur noch drei für mich von Relevanz sind, da ich sonst meinen Fokus zu sehr streue. Außerdem habe ich angefangen, wieder regelmäßig Tagebuch zu schreiben um meine Erfolge festzuhalten und mir bei Bedarf wieder vor Augen zu halten.

Nun, nach dieser Reinventur habe ich wieder neue Courage getankt und kann meinen Weg weitergehen – möge dieser noch so steinig sein.

Euer PretoX

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4 moderne binäre Bedrohungen

Hallo Kameraden,

schon sehr lange habe ich kein Video mehr zum Thema Cyberkrieg erstellt. Aus gegebenen Anlass, da ich mich in letzter Zeit wieder viel mit digitalen Bedrohungen beschäftige, wollte ich erneut mein Wissen mit der Gemeinschaft teilen, da die meisten die genau dieses Video sehen, keine Grünschnäbel im Onlineaktivismus sind. Jedoch möchte ich diesen Beitrag nicht speziell für diese Gruppe auslegen, sondern ihn an alle Internetnutzer im deutschen Sprachraum richten.

Besprechen möchte ich heute 4 digitale Bedrohungen, welche uns jetzt schon durch unsere digitale Existenz verfolgen:

  • Datensammelwut,
  • Künstliche Intelligenz,
  • Zensur und Überwachung,
  • und zuguterletzt, menschliches Versagen.

Datensammelwut

Der Gesetzesentwurf, welcher eine Initialzündung von Seiten des deutschen Staates hinlegte, war der des Netzwerkdurchsetzungsgesetzes unseres Lieblingspolitikers Klein-Heiko, welcher der Meinung war, dass im Internet zu viel Hassrede und Hetze verbreitet wird, weswegen man gesetzlich aktiv werden musste. Heraus kam ein Gesetz jenseits von gut und böse, welches sogar unser Recht auf Meinungsfreiheit in Frage stellt. Auch wenn der Super-GAU noch auf sich warten lässt, der Grundriss steht. Sollte ein sogenannter Hasskommentar – was auch immer das genau ist – nicht innerhalb von 24 Stunden von der jeweiligen Plattform verschwunden sein, drohen Unternehmen Bußgelder in Höhe von bis zu 50 Mio. Euro.

Außerdem darf in Verdachtsfällen auch ohne richterliche Anordnung aus der Quellentelekommunikationsüberwachung Gebrauch gemacht werden. Dies bedeutet, man wird Deine ganzen Endgeräte mit einem Trojaner ausstatten und jede Aktivität aufzeichnen und »nach Hause telefonieren«. Dies ist ein Anlass für mich keinem Windows oder Mac meine wichtigen Daten anzuvertrauen.

Auch äußerten schon die Justizminister, sie möchten, dass 5G nicht zu sicher gemacht wird, um im Bedarfsfall hacken zu können. Tja, schade, dass sie nicht die einzigen sein werden, welche gerne hacken, sondern auch der kriminelle schwarzköpfige Untergrund. Sie, die westlichen Regierungen und riesigen Technologiekonzerne wollen Daten – und davon so viele wie möglich.

Ein weiteres für mich an dieser Stelle nennenswertes Ereignis sind die Veröffentlichungen von Edward Snowden, welcher bis zu seinem Seitenwechsel bei der NSA in einem Rechenzentrum angestellt war und ein bisschen zu tief bohrte. Ich hoffe doch sehr das die Namen Prism und Tempora euch noch ein Begriff sind.

Daten sind das neue Gold. Wer über sie verfügt, verfügt über Wissen sowie Macht. Und diese Daten wiederum werden heute zum Verkauf angeboten. Heute ist der Dschungel so riesig, dass man sagen muss: sobald die Daten das eigene Netz verlassen, verlieren wir die Kontrolle über sie. Man sollte sich bewusst sein, wenn man Dateien z.B. im Google Drive hochlädt, verfügt Google über diese Daten. Man kann zwar nicht sehen, wie Google daraus Profit schlägt, aber man sollte sich die Frage immer stellen: Möchte ich, dass Google, Facebook und Twitter darüber Bescheid wissen?

Künstliche Intelligenz

Die nächste Stufe der Datensammelwut: die künstliche Intelligenz. Die Datenmengen, welche in so manch einem Rechenzentrum dieser Welt gespeichert sind rechnet man schon nicht mehr in Tera– oder Petabyte. Diese Datenmengen werden schon lange nicht mehr von Menschen, sondern von den Computern einsortiert und bewertet – und dies in unvorstellbar hohen Geschwindigkeiten. Die nächste Stufe, die jetzt implementiert wird, ist die des autonomen Lernens, so, dass kein menschliches Eingreifen mehr von Nöten ist. Und selbstverständlich benötigt eine KI Daten um zu lernen.

So ringen heute die großen Datensammler regelrecht um die Daten, denn wer sie alle hat, hat die Kontrolle und den Markt vollständig eingenommen – Raubtierkapitalismus sei Dank.

Wenn es um das Thema der künstlichen Intelligenz geht, so denke ich, ist bereits Hopfen und Malz verloren, ob wir dort irgendetwas zu unserem Gunsten haben werden; denn auf der einen Seite brauchen die Technologiekonzerne unsere Daten als Futter für ihre Maschinen und auf der anderen Seite sollen sie unser Leben in einem Grade einfach machen, dass wir Menschen jedwede Autonomie verlieren werden.

Dazu kommt der Trend, dass immer mehr Menschen sich die smarte Technologie implantieren lassen und dies in Schweden sogar auch noch groß zelebriert wird. Die Frage wird nur sein, wann sich die meisten Menschen auch noch das Gehirn vernetzen lassen, wenn es soweit ist. An diesem Punkt ist jedwede menschliche Souveränität ad absurdum geführt. Erste Quellen munkeln von 2030. Die wundert mich nicht, da immerhin die Kurve der technologischen Errungenschaften, wie auch ihre Implementierung in den Markt in einer Exponentialfunktion verläuft.

Die Anzahl der aufkommenden personenbezogenen Daten wird in den kommenden Jahren noch exponentiell ansteigen, welche dann wiederum als Futter für KIs dienen, die die Daten für die Unternehmen dahinter marktreif verarbeitet und diese dann an Versicherungen und sonstige Gesellschaften vertreibt – und die Nachfrage ist da!

Zensur und Überwachung

Hier spielen die beiden vorhin erwähnten Bedrohungen mit ein. Es ist kein Geheimnis, dass im Internet, besonders in den sozialen Medien, sehr viel zensiert wird. Ganz besonders, was den werten Herren aus dem Silicon Valley nicht ins Weltbild passt. Aber auch Regierung möchten mit Hilfe von Gesetzen, wie dem NetzDG, auf diese Riesenkonzerne einwirken. Die Folge speziell beim NetzDG: Unser Recht auf Meinungsfreiheit wird seitdem von sozialen Medien verwaltet. Und dank hoher Strafsummen wird lieber mehr zensiert, als zu wenig.

Dies macht sich immer wieder durch das Löschen unliebsamer Meinungen bemerkbar. Auch wenn ich gerade in der rechten Szene keine große Löschwelle vernehme, heißt es nicht, dass es morgen zu einer kommen wird. Dies stellt den Teil der aktiven Zensur durch den direkten Eingriff der Plattformbetreiber dar.

Eine sehr viel unsichtbarere Methode der Zensur jedoch verbirgt sich in Personalisierungsalgorithmen von z.B. Suchmaschinen, wie Google. Dabei sammeln sie alle Daten über Deine persönlichen Interessen und was Du gerne suchst und fertigen extra nur für Dich ein Profil mit Deinen Vorlieben an. Die Folge: Du wirst ganz automatisch einer Filterblase zugeordnet, was bedeutet, dass Du hauptsächlich Nachrichten, Webinhalte, Bilder und Videos aus dieser oder verwandten Filterblasen erhältst.

Sehr viele Menschen sind sich dieser Algorithmen nicht bewusst und wie sie ihr Leben beeinflussen. Daraus entsteht ein Problem, was wir sehr schön im Streit zwischen politisch linken und rechten Kräften beobachten können. Beide Milieus haben ihre Medien, ihre Sicht, ihre Blogs, Verlage und Bücher. Das Problem: Durch ihre eigenen Medien werden Linke sehr häufig gegen das Rechte aufgescheucht. Und auf der anderen Seite spiegelt sich die Wut dann wieder. Und dann kommt zumeist aus dem linken Spektrum wieder Unverständnis über die Reaktion aus dem rechten Lager. Dies kann aber auch in die umgekehrte Richtung funktionieren.

Und dies gilt nicht nur für die beiden politisch gespaltenen Lager, sondern auch für sämtliche gegensätzliche Szenen. Ich selbst bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass eine objektive Berichterstattung nicht existieren kann, da der Mensch nicht in der Lage ist, diese Welt objektiv zu sehen, sondern das Wahrgenommene immer subjektiv interpretiert.

Seitdem ich zu dieser Kenntnis gelangt bin, lese ich neben meinen bevorzugten rechten, konservativen Medien auch linke Medien und mache mir aus beidem ein Gesamtbild. Fakt ist: Es gibt politische Felder, wo die Linken besser aufgestellt sind, wie in Digitalpolitik, und in anderen sind wir Rechten besser aufgestellt, wie in der Migrations- und Asylpolitik. Primär unterscheiden wir uns von den Linken in dem Punkt, dass wir keine Erfüllung in der Internationalisierung und Verfall der eigenen Kultur, sondern gerade im Erhalt der Nationalstaaten, unserer Kultur und Traditionen finden.

Und somit gehe ich gleich zum letzten Punkt über, den man heute unendlich breit fächern könnte.

Menschliches Versagen

Fakt ist, dass zu keinem Zeitpunkt in der Menschheitsgeschichte wir uns an einem Punkt wie dem heutigen befanden und deswegen alleine schon in die Geschichte eingehen werden.

In den letzten Jahrzehnten machten wir Durchbrüche in der Technik, wie sie vor hunderten von Jahren nicht einmal denkbar waren. Und heute fliegen uns die Neuerungen nur so um die Ohren und immer neue Probleme tun sich auf. Der deutsche Staat, wie auch viele andere hier in Europa, haben sich in den letzten Jahrzehnten zu größenwahnsinnigen Bürokratiemonstern entwickelt, welche nur sehr schwer veränderbar sind. Demnach halten diese beim derzeitigen Technik-Wachstum nicht mit. Sie werden überholt und schaffen es nur Symptome zu bekämpfen. Dies endet gerne mal in Katastrophen, wie DE-Mail.

Nicht nur die politische Klasse, sondern auch sehr viele andere Menschen da draußen zeigen kaum Interesse an dieser Problematik. Gerade junge Menschen neigen dazu, alles online zu stellen, und wundern sich dann, wenn jemand – ohne sie zu hacken wohlgemerkt – ihnen zeigt, wie sie leben, was sie essen, wo sie joggen, wer ihr Lebensgefährte und was dieser so für Interessen hat usw. Also ist auch hier das Bewusstsein über die eigenen Daten und die Macht die andere über einen damit haben können nur sehr schwach ausgeprägt.

Stattdessen sehen wir immer wieder Bilder von Menschen die es nicht abwarten können, als einer der ersten das neue iPhone in den Händen zu halten. Generell empfehle ich auf dem Handy nur das zu installieren, was lediglich für Kommunikation benötigt wird. Alles andere sind Daten über die ihr nicht in euren kühnsten Träumen die Kontrolle habt. Ich rede hierbei von lokalen Daten auf dem Endgerät, wo nicht genau klar ist, was die jeweiligen Apps sonst noch so machen, wie etwa Genannte an den Anbieter der App zu schicken, welcher diese dann wiederum verarbeitet.

Um es zusammenzufassen, haben viel zu viele Menschen überhaupt kein Gefühl für solche Themen, welche beinahe wie aus dem Nichts ins Diesseits katapultiert wurden. Das Volk war und ist noch nicht im digitalen Zeitalter angekommen, wo wir uns mit riesigen Schritten hinbewegen. Auch in vielen Schulen in Deutschland findet nur mangelhafter, bis ungenügender Informatikunterricht statt. Ich habe zu meiner Schulzeit lediglich den Umgang mit MS Office gelernt, primär Excel, sonst nichts.

Unter einem richtigen Informatikunterricht interpretiere ich, dass den Schülern der richtige Umgang mit der Technik vermittelt wird, sowie, dass die mediale Kompetenz der Schüler gefördert wird, besonders bei sozialen Medien.

Bei ersterem plädiere ich auf den Einsatz von Minicomputern, wie dem RaspberryPi, auf welchem die Schüler Basiskenntnisse über die Programmierung auf eine wirklich kreative Art erwerben. Letzteres halte ich für wichtig, weil die sozialen Medien Benzin für Phänomene, wie Cybermobbing, sind und ein verantwortungsvoller Umgang damit geübt werden sollte.

Das Problem: Ein Wandel im Bildungssystem, wie ich ihn vorschlage, findet in keinster Weise statt. Es wird höchstens beschlossen in neue Computer und Laptops zu investieren, was das Problem Informatikunterricht keineswegs löst. Generell mangelt es in unserem Bildungssystem an Geldern, welche an anderen Stellen teilweise zum Fenster hinausgeworfen werden – aber das ist ein anderes Thema. Dadurch gibt es dann auch keine entsprechend geschulten Lehrkräfte.

Hier wiederum die Folge, dass das Loch, wo digital kompetente Menschen sein müssten, nicht gestopft wird und Probleme, wie SocialMedia-Sucht, generelle Internetabhängigkeit und die »dümmsten, anzunehmenden User« (kurz DAU), immer verstärkter auftreten werden. Kombinier dies mit den Faktoren der aufkommenden künstlichen Intelligenz, wie auch der Datensammelwut und ihr versteht, woher der Wind bereits weht.

Die Menschheit lässt sich von einer Technik freiwillig versklaven, die sie nicht versteht; aber nur wenigen gehört und widerstandslos zu deren Marionetten wird.

Wenn man dies so liest, könnte der aufmerksame Zuhörer glatt den Eindruck erhalten, ich sei gegen das Internet. Nein! Das Internet ist ein großartiger Ort, den man kennenlernen sollte. Er hat sehr viele Facetten. Jedoch auch solche, welche psychische Schwächen der Menschen ausnutzt und gegen sie verwendet. Soziale Medien können zu Fallen werden, aber man kann dort wiederum gut den Kontakt zu ausländischen Bekannten und Freunden halten, oder auch sollten diese weiter weggezogen sein. Die Art der Benutzung macht es.

Um diesen Beitrag zu einem fruchtbaren Schluss zu führen, möchte ich an jeden Zuschauer appellieren, zu hinterfragen, welche personenbezogenen Daten von ihm in welchen Netzwerken herumschwirren, und ob Du in diesem Falle damit einverstanden bist. Dies zunächst, um die Oberfläche anzukratzen, denn diese Thematik geht noch tiefer bis hin zu Browsercookies, die jede Internetaktivität aufzeichnen und ihren Entwicklern zusenden.

Im Quellenverzeichnis dieses Beitrages auf meinen Blog findet ihr noch weiterführende Links zu noch mehr Informationen. Fakt ist, dass sich am Bewusstsein für Überwachung, Datensammelwut und künstliche Intelligenz etwas ändern muss.

Bis hierhin, vielen Dank für eure Aufmerksamkeit.

Euer PretoX

Quellen

Vorlage

Matrix Programmierung Code – Kostenloses Video auf Pixabay

Musik

Doug Maxwell/Media Right Productions – Landing On a Dark Planet

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