Vernunft

Hallo Kameraden,

die Vernunft ist eine wichtige Tugend, welche dem Wahnsinn der modernen Zeit immer mehr geopfert wird, jedoch essentiell ist, um gute Entscheidungen in so ziemlich allen Lebenslagen zu treffen.

Heute liest man auf Werbeplakaten und hört in Fernsehen und Radio immer wieder, dass es gut ist verrückt zu sein und die fiesesten Charakterseiten auszuleben. Genau dieses Verhalten hätte uns früher einst den Ausschluss aus dem Stamm, dem Klan bedeutet, da man damals noch wusste: Wer gnädig gegenüber Unvernünftigen ist, stellt das eigene Überleben hiermit in Frage. Und wenn es um Leben und Tod geht, sind Menschen grundsätzlich immer bereit an sich zu arbeiten.

Jedoch ist dies im Wohlstand nicht mehr notwendig: Man braucht kein Rudel mehr fürs Überleben, geschweige denn eine reelle Frau, um sexuelle Befriedigung zu erlangen, Stichwort Online-Pornographie. Für jede noch so schlechte Angewohnheit und Fetisch bildet sich nach und nach ein Markt und übertrifft die vorige Stufe der Absurditäten. Dies ist ein weiterer Teufelskreis, welcher sich im Zuge des Hyperkapitalismus herausbildete. Und das Internet verstärkt weitestgehend diese Faktoren noch.

Es benötigt eine große Menge Willenskraft, sich den Verlockungen zu entziehen. Heute viel mehr noch, als zu kaum einer Zeit zuvor, da wir unser Dopamin heute beinahe auf Knopfdruck erhalten können. Dopamin, das Glückshormon, ist eigentlich unser stärkster Motor im Leben. Dieser ist jedoch wie paralysiert, sollte zu viel freigesetzt werden. Eine Abstumpfung wird in der Folge eintreten. Es wird den Betroffenen schwerfallen, überhaupt sich einfach mal über einen sonnigen Tag zu freuen, oder gar einfach mal ein Zusammentreffen mit der Familie zu genießen, da die Sinne komplett abgestumpft wurden. Die Folge: Die soziale Kompetenz, wie auch die Lust und die Pflege sozialer Kontakte lässt rapide nach.

Aber was ist denn heute noch vernünftig?

Diese Frage ist berechtigt, da es eine Auslegungssache ist. Was Linke und Krieger der sozialen Gerechtigkeit als vernünftig erachten, läuft der Auslegung uns Rechter eindeutig zu wider, denn wir betrachten uns selbst nicht als das Zentrum des Universums, da die meisten von uns – so gehe mal davon aus – an mindestens eine Gottheit glauben. Transzendenz spielt jedoch im Leben des politischen Gegners zumeist überhaupt gar keine Rolle, da sie ein materialistisches Weltbild vertreten, wonach es nach dem Tod für sie zu Ende geht, sie nicht darüber nachdenken und eher in der Masse unauffällig sein möchten.

Transzendenz ist ein großes Faktum, wonach wir den Begriff Vernunft auslegen. Und dies variiert von Religion zu Religion. Große Reibungen gibt es auf diesem Gebiet heute mit dem Islam, besonders seiner politischen Agenda. Ihre Vertreter sind zumeist Hardliner, welche stets für jedes Land auf dieser Erde die Scharia fordern.

Wir leben hier aber in Deutschland, einem Land, wo die vorhin beschriebenen Menschen nicht hingehören, außer sie möchten ihre Definition von Vernunft an die unsere anpassen, was im Regelfall nicht passieren wird, sollten diese nicht wirklich aus einem Kriegsgebiet kommen, geschweige denn politische Dissidenten sein.

Und was ist in Deutschland vernünftig?

Deutschland ist unsere Heimat, unsere Kultur, unsere Bräuche und auch unsere Sprache. Um zu definieren, was in Deutschland vernünftig ist, sollte man definieren können, was unser Land einst zu einer blühenden Hochkultur gemacht hat. Wir Deutschen sind keine großen Redeschwinger, wir sind Macher, und die Reden schwingen wir, wenn wir das Produkt an den Mann bringen möchten – und auch nur dafür, der Rest ist für Maulhelden. Wir sind tatkräftig, pflichtbewusst und solidarisch, was wir wiederum auch von unseren Mitmenschen erwarten. Und wie die harten Zeiten nach dem Nationalsozialismus gezeigt haben, sind wir in der Lage auch in den aussichtslosesten Situationen wieder aufzustehen, denn verlieren tut man nur, wenn man aufgibt und hinschmeißt.

Aus dieser Natur entwickelten sich die Tugenden, welche wir heute unter Namen der preußischen und daraus resultierend die deutschen Tugenden kennen:

  • Bescheidenheit
  • Pflichtbewusstsein
  • Pünktlichkeit
  • Gewissenhaftigkeit
  • Zurückhaltung
  • Fleiß

Diese Liste lässt sich beliebig erweitern. Auch heute sind sie eigentlich immer noch fester Bestandteil unserer Gesellschaft – zumindest in den gehobenen Schichten. Das Problem ist die fortschreitende Dekadenz und Degeneration, welche mit Generation um Generation zunimmt. Auch werden die Jungsprosse immer verweichlichter: So brachen bereits im Ausbildungsjahrgang unter mir schon über 30 Personen die Ausbildung ab. Und darunter sogar Leute die ihre Ausbildungsstätte direkt auf der anderen Straßenseite hatten.

Ausbildungsjahre sind keine Herrenjahre!

Deutsches Sprichwort

Traurig aber wahr: Sobald sie einen Rückschlag kassieren, glauben sie, sie seien nicht gut genug oder dergleichen. Dies lässt sich auf ein mangelhaftes Fundament in der eigenen Seele zurückverfolgen. Und niemand hat ihnen je gelehrt, woher es kommt, bzw. was man dagegen machen kann.

Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen, was die Kinder von heute auch nicht mehr lernen. Sie glauben die Welt verlangt von ihnen, mit ihrer geringen Lebenserfahrung immer goldrichtig zu liegen. Dies erkennt man sehr leicht heute an den Hype um die junge Schwedin Greta Thunberg.

Dem folglich neigen sie zu einer feindlichen Einstellung ihrer Umgebung gegenüber. Diese sind dann leicht zu rekrutierende Fußsoldaten für unsere Deutschland hassenden Vereinigungen, wie etwa die Antifa.

Auch ich hatte in meinem Leben bereits längere Phasen, wo es mir persönlich mies ging. Jedoch verfügte ich über ein gesundes Wertefundament aus meinem Elternhaus, auf das ich mich immer wieder zurückberufen kann. Aber auch nicht alles, was mich meine Familie lehrte, bewehrte sich für mich im erwachsenen Habitus. Somit streife ich auch Stück für Stück den Ballast von meiner Haut.

Doch während in meinem Elternhaus noch das Wohl der Kinder an erster Stelle stand, verschwindet dies immer mehr aus den »modernen« Elternhäusern. Nicht wenige Kinder durchleben heute das Schicksal der Scheidungskinder. Die Eltern zerstreiten sich andauernd, wovon sie selbstverständlich alles mitbekommen. Spätestens wenn die Scheidung dann ansteht, bricht für die Kleinen eine Welt in sich zusammen, welche sich nicht mehr flicken lässt.

Was daraus resultieren wird – in den meisten Fällen – sind gestörte Persönlichkeiten, welchen die elterliche Anerkennung fehlt. Ein befreundeter Fall meiner Familie ist genau so einer, welcher auf die schiefe Bahn geraten ist, sich mit dem falschen Milieu verbrüdert hat und eine Straftat nach der anderen begangen hat. Ein weiteres Resultat ist Narzissmus, welcher sich in Überheblichkeit und vorgetäuschtem Selbstbewusstsein in der Praxis zeigt. Aber auch hier gilt zu sagen, die einen stecken eine Scheidung besser weg, als andere. Außerdem halte ich es auch für eine Frage des Alters des Kindes, des Jugendlichen.

Jedoch, wenn sich ein Paar entscheidet zu heiraten und eine Familie zu gründen, sollten beide Teile sich dem Wohl des Kindes widmen. Dies sollte oberste Priorität genießen. Ich meine damit nicht, es bis zum Geht-Nicht-Mehr zu verwöhnen, sondern sich der Erziehung zu widmen. Es sollte die mütterliche Nähe und Liebe erfahren, wie auch später die Lehren des Vaters, um für ein autarkes, freies und selbstständiges Leben gewappnet zu sein. Ein junger Erwachsener, der aus einem solchen Umfeld kommt, wird auf einem stabilen Fundament stehen, gegen Hysterie immun sein, sowie die Ruhe und Vernunft in sich tragen.

Auch wenn man nicht aus einem solchen elterlichen Haushalt kommt, kann man in der Lage sein, sich ein stabiles Fundament zuzulegen. Jedoch erfordert dies eine Menge Willenskraft und Disziplin. Die wichtigen Faktoren habe ich bereits genannt. Es braucht Tugend, Werte und Transzendenz. Für Anfänger würde ich zunächst die Meditation empfehlen, da dies nicht viel Aufwand erfordert und sich beliebig nach Vorlieben intensivieren lässt.

Am Anfang genügt es sich für 3 Minuten still gemütlich hinzusetzen oder -zulegen und die Aufmerksamkeit auf den eigenen Atem zu richten. Du wirst dabei schnell feststellen, dass Du innen ruhiger wirst. Dies lässt sich dann in der Dauer und in Veränderung des Mantras steigern. Langfristig wirst Du ruhiger und gelassener – bis der kleine Babyboomer in dir endgültig wegstirbt.

Während der Meditationen wirst Du auch zu Dir finden und welche Werte und Tugenden für Dich wichtig sind und lernen, nach ihnen Dein Leben zu gestalten.

Ich bedanke mich herzlich für eure Aufmerksamkeit.

Euer PretoX

Quellen

Titelbild: pixabay.com

Vorlagen:

Musik:

  • Aakash Gandhi – Alone

Ein Kommentar zu „Vernunft

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