NoFap funktioniert

Der ein oder andere hat bestimmt schon von dieser Bewegung gehört, welche es sich selbst auf die Fahne schrieb, die Finger vom Allerwertesten zu lassen, sowie dem Pornokonsum den Kampf anzusagen.

Spielregeln

Wenn man sich dazu entscheidet, eine solche Herausforderung anzunehmen, muss man in diesem Zeitraum abstinent von Masturbation und vor allem pornographischen Inhalten leben.

Wie lange sollte man?

Das ist jedem selbst überlassen. Ich mache zum Anfang erstmal 30 Tage. Und ich gucke dann für mich, was ist in der Zeit passiert, wie habe ich mich entwickelt.

Meine Motivation

Das moderne Zeitalter mit dem Internet brachte uns auch viele Fallen, besonders im Bereich der Sexualität. Ich nehme an, so ziemlich jeder von uns ist über die Folgen aufgeklärt, wie Motivationslosigkeit, verschwendete Zeit, gestörte Sexualität. Ich möchte für mich herausfinden, was passiert, wenn ich mal einen Monat ohne bin.

Außerdem empfinde ich ein solches Sexualverhalten als zutiefst gestört, da es mir jedwede Kraft in der Vergangenheit geraubt hat. Zusätzlich bekam ich einiges mehr an Zeit, welche ich mit sinnvollen Dingen füllen kann, anstatt mit sexueller Selbstbefriedigung.

Obendrein ist eine solche Routine Betrug am Gehirn eigenen Belohnungssystem; denn es handelt sich hierbei um einen der stärksten Belohnungsmechanismen – wenn nicht sogar dem stärksten Belohnungsmechanismus. Eine fortwährende, langfristige Reizung dessen, hat eine Abstumpfung zur Folge, was wiederum zur Folge hat, dass das eigene Sexualverhalten gestört wird.

Die vielen Berichte innerhalb dieser NoFap-Gemeinschaft haben mich dazu inspiriert, jenes auszuprobieren, um zu erkunden, wie ich mich verändere.

Meine Ergebnisse

Tatsächlich tat ich mich anfangs wirklich sehr schwer damit, mir keinen »runterzuholen«. Einer meiner ersten Erfolge war 6 Tage und an Weihnachten nahm ich mich von nun selbst in die Pflicht, das sogenannte noPMO (keine Pornographie, Masturbation und kein Orgasmus) so sauber, wie nur möglich, durchzuziehen.

Tag 6

Mittlerweile ist das neue Jahr bereits erreicht und habe es mir zum Anliegen gemacht, den gesamten Monat Januar über  NoPMO im harten Modus, also auch ohne jeden Sex und der gleichen durchzuführen. Jetzt wo ich das hier schreibe ist Tag 6 erreicht. Zu berichten habe ich, dass ich Emotionen jedweder Art sehr viel heftiger wahrnehme und mein Verlangen nach sozialer Interaktion stieg gewaltig.

Tag 23

Nun sind über 2 Wochen vergangen und ich fühl mich deutlich integerer mit mir und meinen Gefühlen. Außerdem fühle ich sie deutlicher intensiverer, aber dies fühlt sich natürlich an. Im Internet ist sehr häufig die Rede davon, dass man eine stärkere Ausstrahlung auf Frauen hat – wovon ich noch nicht groß etwas mitbekommen habe. Jedoch nehme ich Frauen deutlich mehr als Menschen wahr, als vor meiner NoFap-Challenge. Besonders sticht momentan an manchen Tagen meine Motivation und Leistungsbereitschaft hervor. Ganz besonders, an den Tagen, wenn ich das Fitnessstudio besuche. Auch die Installation neuer Routinen und die Experimentierbereitschaft mit diesen hat bei mir massiv zugenommen.

Ein weiterer Punkt, der in der Zwischenzeit hervorstach: ist meine Konfliktbereitschaft. Dies soll nicht heißen, dass ich eine Bereitschaft für Schlägereien entwickelt habe, sondern eine Bereitschaft zur Verteidigung meiner Werte und Ansichten – selbst wenn es heißt, ich gegen den Rest der Welt; lediglich gute rationale Argumente taugen um meine Ansichten infrage zu stellen.

Tag 30

Jetzt, wo ich dies hier schreibe, ist Tag 30 erfolgreich absolviert. Die Entwicklungen, bis zum 23. Tag blieben bis hier. Hinzu kam, dass trotz Demoralisierung in der Berufsschule abends im Fitnessstudio alles geben konnte – was zuvor unvorstellbar für mich gewesen wäre.

Fazit

Das hier waren jetzt 30 Tage, wo ich meinen Sexualtrieb in den Urlaub geschickt habe. Im Internet liest man allzu häufig etwas von Superkräften. Dies ist lediglich die subjektive Wahrnehmungen derer, die es vor mir schon durchgezogen haben. Was ich jedoch bei mir beobachten konnte, sind die folgenden positiven Effekte:

  • mehr Selbstbewusstsein
  • mehr Energie
  • mehr Motivation
  • mehr Erfüllung in sozialer Interaktion
  • mehr Selbstdisziplin
  • mehr Aufmerksamkeit vom anderen Geschlecht
  • mehr Konzentration, auch für unangenehme Sachen
  • mehr innere Zufriedenheit
  • mehr Lust auf Neues

Eines ist für mich bei einem solchen Resultat klar: Dieser Lebensstil wird ohne weiter zu hinterfragen in mein Leben integriert! Ich kann nur jedem ans Herz legen, dies mal auszuprobieren, denn es ist wahrhaftig ein echter Türöffner. Nachdem ich dann heute, Tag 31, mehrmals einen Rückfall hatte, werde ich mich nun an die 90 wagen. Also ist die Wahrscheinlichkeit, dass ich zu diesem Thema nochmal was machen werde, ist relativ hoch.

Euer PretoX


Titelbildquelle: pixabay.com

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