Das deutsche Schulsystem – meine Erfahrung


Anfang

Damals im Kindergarten meinten die Erzieher, ich sei nicht in der Lage an einer normalen Schule mitzuhalten. Darufhin ging ich im Nachbarort auf eine Schule für körperlich Behinderte, wo ich natürlich nichts zu suchen hatte. Denn ich war restlos unterfordert, weswegen ich nichts als Ärger bedeutete, kleine Kinder eben. Nach zwei Jahren bestehend aus Frust konnte ich in meinem Heimatort nun endlich auf eine gewöhnliche Regelschule gehen.

Grundschule

Da war die Welt noch in Ordnung, jedoch war ich mehr der Introvertierte, der sich nie so richtig einleben konnte. Und auch schon dort musste ich bei mir selber feststellen, dass es nie mein Ding war, ruhig auf dem Stuhl zu sitzen und einfach dem Lehrer zuzuhören, sondern ich schon immer der Entdecker war, der auf Eigeninitiative sich Wissen und Fähigkeiten vermittelt. Grundlegend kam ich aber mit allen Lehrern zurecht. Das waren die Jahre 2004 bis 2007.

Hauptschule

Hier fand meine längste Schulzeit statt. Ich entdeckte besonders mein Interesse an naturwissenschaftlichen Themen. Die Schule ist recht klein, so, dass quasi jeder jeden zumindest vom Hören und Sehen kennt. Das erleichterte mir das Schulleben ungemein. Aber es gab auch Höhen und Tiefen. Diese waren zumeist soziale Differenzen unter Mitschülern. Diese Zeit ging von 2007 bis 2013

Berufskolleg

Hier setzt eigentlich meine Hauptkritik an. Diese Schule war nun ganz anders orientiert als meine vorigen. Die Organisation der Schule war auf Denunziation der Schüler ausgerichtet. Also immer wenn die Lehrer oder Andere etwas in den Sand setzten, wurde dies so interpretiert, als ob der Schüler daran schuld sei. Der Unterricht war nun nicht mehr darauf ausgerichtet Schüler zu unterrichten, sondern Fächer. Und wenn man das System genauer betrachtet gibt es dort keine Schüler, sondern nur Klassen, welche man nach belieben wie Pakete bestellt. Hört sich zwar Übersensibel an, aber es ist auch nur die Kirsche auf der Torte. Wenn ein ganzer Jahrgang eine Klausur mit durchgehend nur mangelhaft und ungenügend, außer ein paar Ausnahmen, schrieb, wurden die Ausnahmen als Beispiel gepriesen, dass man es sehr wohl schaffen kann. Da wurde nicht hinterfragt, sondern es wurde das Motto „friss oder stirb“ mit Eiseskälte durchgezogen. Und nun zum Höhepunkt: Egal was die Lehrer sagten, man konnte ihnen keinen Glauben schenken, weil es am nächsten Tag nichts mehr als „heiße Luft“ war. Auch Mitschüler sprachen bereits davon, noch ein weiteres Jahr könnten sie seelisch nicht verkraften. Das waren die Jahre 2013 bis jetzt (Sommer 2017).

Fazit

Wie aus meinen eigenen Erlebnissen hervorgeht, gibt es sowohl gute Schulen, als auch grottenschlechte. Generell fiel mir auch auf, dass die Schulen mit vergleichsweise wenigen Schülern, viel besser organisatorisch aufgestellt waren. Auf meiner Hauptschule gab es zu meiner Zeit rund 300 bis 400 Schüler, Anzahl fallend, gute Organisation. Das Berufskolleg, welches ich bis vor einem Monat noch regelmäßig besuchte, zählte rund 3000 Schüler, war mit der Organisation restlos überfordert und der Alltag wird schnell einmal zum Alptraum.

Das Organisationschaos ließe sich am Besten durch Strukturierung klarer Informationsflüsse, wie etwa in einem Unternehmen, abbauen. Die Probleme deutscher Schulen können von Schule zu Schule individuell sein. Aber oftmals fehlt auch einfach das Geld bei staatlichen Schulen. Selbst im Berufskolleg hatten wir die selben Tische und Stühle, wie in einer Grundschule, nur ein bisschen größer.

Generell bin ich der Auffassung, dass unser Schulsystem sich ändern muss. Lehrer sollten pädagogisch dahin geschult werden, Kinder als ebenbürtig zu betrachten. Dies steigert ungemein gute Beziehungen zwischen Schülern und Lehrern. Aufgrunddessen wird auch der Hauptauftrag der Lehrer, das Vermitteln von Wissen, viel besser funktionieren. Auch sollte man Schüler nicht zu stark an die Hand nehmen. Sie wollen bereits genug aus Eigeninitiative lernen, warum dann nicht diese Energie nutzen. Also ihnen lediglich zum Fischen eine Angel und einen Köder geben und sie den Fisch selber fangen lassen, anstatt ihnen alles vorzumachen. Das Glücksgefühl etwas selbst herauszufinden ist bahnbrechend und unglaublich motivierend.

Dafür müssten aber Lehrpläne neu definiert werden. Die Erschaffer unserer Matrix, die Elite und ihr Personal (Politiker, Journalisten großer Medien), wollen dies nicht. Sie bevorzugen gehorsame, unmündige und nicht hinterfragene Bürger. Genau deswegen müssen wir für unsere Kinder handeln! Und nicht nur für sie, sondern für eine Souveränität des deutschen Volkes, damit dieser zukünftige Zustand auch erhalten bleiben würde.

 

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