Pulse of Europe – Wenn die Systemlinge Angst bekommen


Pulse of Europe ist eine überparteiliche Bürgerinitiative, welche 2016 gegründet wurde durch die Rechtsanwälte Daniel und Sabine Röder. Hintergrund dieser Initiative ist die Angst über die jüngsten Erfolge rechter Bewegungen, welche sich zumeist gegen die EU aussprechen. Die Auslöser dieser Pro-EU-Initiative gaben der Austritt Großbritanniens aus der EU, auch „Brexit“ genannt, und die Wahl Donald Trumps zum Präsidenten der Vereinigten Staaten. Die Anhänger der Bewegung sind davon überzeugt das die kommenden Wahlen in Frankreich und Deutschland über das Schicksal der Europäischen Union richten werden. Also wollten die beiden genannten Rechtsanwälte plus Freunde eine Gegenbewegung ins Leben rufen, um möglichst viele Bürger für die kommenden Monate zu mobilisieren. Dabei wurden zehn Grundthesen aufgestellt, welche aber zum Teil große Fehler und / oder Lücken beinhalten. In diesem Kontext habe ich mir die ersten beiden zur Herausarbeitung genommen.

Ich zitiere von ihrer Webseite:

 1. Europa darf nicht scheitern

Wenn nicht alle, denen Europa wichtig ist oder die auch nur davon profitieren, aktiver werden und wählen gehen, droht die europäische Union in Kürze zu zerfallen. Die kommenden Wahlen sind von existenzieller Bedeutung. Für Europa geht es jetzt um alles!

2. Der Frieden steht auf dem Spiel

Die Europäische Union war und ist in erster Linie ein Bündnis zur Sicherung des Friedens. Wer in Frieden leben will, muss sich für Europa stark machen.

  1. Europa heißt der Kontinent und dieser kann nicht scheitern, da er uns von der Natur gegeben wurde. Die Europäische Union ist ein Verbund aus 28 europäischen Staaten und einigen Überseegebieten.
  2. Mit den Nicht-EU-Staaten wird also Krieg geführt oder wie.

Es sind leider nicht nur diese zwei Thesen die löchrig von oben bis unten sind, sondern die Meisten von ihnen. Sie alle hier anzuführen und deren Fehler zu berichtigen würde den Rahmen sprengen, und ist auch nicht meine Aufgabe. Die Seite habe ich oben verlinkt.

Im Großen und Ganzen besteht diese Initiative aus Systemlingen, welche nichts weiter als panische Angst vor neuen Einflüssen hat und sich nicht in der Lage sieht einen Paradigmenwechsel heil zu überstehen. Ein wirkliches Ziel in dieser Bewegung konnte ich nicht erkennen, denn ihre Europäische Union existiert ja derzeit. Außerdem teilen diese den Gedanken, als ob eine Gestaltung des europäischen Miteinanders ohne die EU nicht möglich sei.

Nochmal zur Korrektur: Natürlich ist eine Gestaltung in diesem Kontext auch ohne die EU als oberste Instanz möglich. Die Europäische Union ist nicht von Gott gegeben, sondern wurde durch Menschen ins Leben gerufen.

Und warum seit ihr so gegen rechte Einflüsse? Nur weil diese die EU kritisieren? Oder weil die Europäische Union zum Scheitern verurteilt ist und ihr diesen Gedanken einfach nur nicht ertragen könnt?

Zum Schluss erwähnt, es gibt sehr wohl rechte Bewegungen, die sich für ein starkes und vereintes Europa einsetzen. Nur für ein Europa mit starken, souveränen Nationalstaaten, welche sehr gute Beziehungen und Bündnisse untereinander pflegen. Dies ist der Wunsch der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, oder kurz Pegida.

 

 

Beitragsbild: „Pulse of Europe“ am 19. März in Köln – Pulse-of-Europe-Wikipedia-Seite – CC-BY-SA 4.0

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